Konflikte klären und lösen (4)

Noch etwas? Ja, so ein Konfliktgespräch ist nicht ohne.

Auf zum Abschluss

Das Problem ist erkannt, die Lösung ausgewählt und die Umsetzung geplant. Dieses „Gespräch“ ist, wenn es komplexe Themen und / oder ganze Teams sind, in der Realität übrigens oft ein zweitägiger Workshop. In jedem Fall sind die Gesprächsteilnehmer am Ende meist ziemlich am Ende – zwar erleichtert, aber auch erledigt. Jetzt kommt auch nicht mehr viel, aber ein wenig sollte eben doch noch kommen.

Der Gesprächsführer fasst noch einmal ganz knapp zusammen, welche Problemfelder und welche Lösungen herausgearbeitet wurden. In Form eines „Blitzlichtes“ oder einer Feedbackrunde sagt jeder Teilnehmer kurz, wie zufrieden er mit Verlauf und Ergebnis ist oder auch, welche Erkenntnis er mitnimmt. Darin steckt einerseits Feedback für den Gesprächsführer, aus dem er für das nächste Gespräch lernen kann, andererseits rundet es die Veranstaltung für die Teilnehmer ab.

Spätestens an dieser Stelle weisen wir auf das „Rückfallrisiko“ hin, wenn veränderte Verhaltensweisen vereinbart wurden. Verhalten ändert sich nun einmal nicht von heute auf morgen. Insbesondere unter Druck fallen wir in gut eingeübte Verhaltensweisen zurück. Da ist es nicht hilfreich, wenn die andere Partei resigniert oder in neue Vorwürfe verfällt. Aber der freundliche Hinweis: „He, da bist du gerade wieder in das alte Verhalten geschlittert“ muss erlaubt sein.

Schließlich brauchen die Beteiligten noch einen Folgetermin, bei dem die Umsetzung und Effektivität der Lösung überprüft werden. Oft kommen da dann noch einmal gute Zusatzideen, wie es noch besser klappen könnte. Oder es müssen ineffektive Vereinbarungen revidiert werden.

Merken Sie sich: Wir mögen Konflikte – solange es nicht unsere eigenen sind. Rufen Sie einfach an.

 

Lydia Girndt

 

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