Wo soll das nur hinführen?

Verschenkte Potentziale

Die Hay Group führte eine weltweite Studie durch, in der untersucht wurde, wie gut Führungskräfte eine leistungsfördernde Arbeitsatmosphäre schaffen. Immerhin: die deutschen Führungskräfte sind nicht die schlimmsten. Aber die Studie zeigt deutlich auf, dass es noch enorm viel Raum für Verbesserungen gibt, denn es wurde nur 49 % der Führungskräfte von ihren Mitarbeitern bescheinigt, dass sie ein motivierendes und leistungsförderndes Arbeitsklima schaffen. Das bedeutet, gut die Hälfte aller Führungskräfte lassen die Potenziale, die in ihren Mitarbeitern schlummern, ungenutzt. Dadurch versäumen sie es, ihren Bereich und ihr Unternehmen nach vorne zu bringen – kurz: sie verschenken Produktivität! Und das, obwohl sie darauf selbst und direkt Einfluss nehmen können.

Versenkte Potenziale

Von diesen 51 % wird Drei Vierteln vorgeworfen, dass sie ihre Mitarbeiter durch ihr eigenes Verhalten sogar aktiv demotivieren. Und was machen sie falsch? Sie stellen sich nicht auf die aktuelle Situation ein, sondern führen auf eine festgelegte Weise, sprich immer im gleichen Stil. Sie reflektieren nicht, ob diese Methode angemessen ist und hilft, die Ziele zu erreichen. Dieses Studienergebnis offenbart, dass viele Mitarbeiter von ihren Führungskräften so geführt werden, dass sie ihre Leistungsfähigkeit nicht ausschöpfen, sondern unter ihren Möglichkeiten bleiben. Dabei ist es originäre Führungsaufgabe, vorhandene Reserven zu aktivieren. Wenn Führungskräfte dies nicht tun, dann bremsen sie ihre Mitarbeiter und die machen schließlich nur noch den berühmten Dienst nach Vorschrift.

Unwissenheit oder Reflexionsmangel?

Der Grund mag zu einem Teil darin liegen, dass gute Mitarbeiter ohne besondere Anleitung in Führungsfunktionen befördert werden und sich dann irgendwie zurechtfinden müssen. Eine anderer Grund mag sein, dass Führungskräfte sich und ihr eigenes Verhalten nicht reflektieren, sondern davon ausgehen, dass sie alles richtig machen, „sonst würde der Laden ja nicht laufen“. Vielleicht könnte er aber noch besser laufen oder dieselben Ergebnisse mit weniger Aufwand erzielen … Was meinen Sie? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.
Um passende Führungskompetenzen geht es in unseren nächsten beiden Dienstags-Artikeln. Besuchen Sie uns wieder am 11. und 18. Juni.

 

Lydia Girndt

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

css.php