Unternehmensnachfolge (1/6)

Unternehmensnachfolge – 3 typische Fehler und wie sie
sich vermeiden lassen

Was ist die schwierigste Situation im Leben eines Unternehmers? Es ist nicht eine der vielen Krisen, die er im Laufe des Arbeitslebens zu
bewältigen hatte. Die schwierigste Situation für den Unternehmer ist meist der Zeitpunkt, an dem er aus seinem eigenem Unternehmen ausscheidet und die Unternehmensnachfolge regeln muss. Er befindet sich mit seiner Situation in guter Gesellschaft.

Unternehmensnachfolge als Zerreißprobe für zahlreiche Familienunternehmer

Nach einer Schätzung des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung steht von 2014 bis 2018 in 135.000 Familienunternehmen die Unternehmensnachfolge an. Rund 30% davon entfallen auf familien- und
firmenexterne Nachfolgelösungen.

Anders als bei familieninternen Übergaben oder Übergaben an Firmenmitarbeiter kennt der Unternehmer den möglichen Käufer meist nicht persönlich. Das erschwert diese Phase zusätzlich für ihn.

Monatelang, oft jahrelang, zögert der Unternehmer den Zeitpunkt der Übergabe immer wieder hinaus. Einerseits möchte er für sein
Unternehmen den höchstmöglichen Ertrag erzielen. Andererseits möchte er das, was er über viele Jahre geschaffen hat, erhalten und für die
Zukunft sichern.

Der Unternehmer weiß, dass die Übergabe sehr viele Veränderungen im Unternehmen mit sich bringen wird. Verdiente und langjährige
Mitarbeiter, mit denen er sich verbunden fühlt und die zuverlässig ihre Aufgaben erledigt haben, müssen plötzlich ihre Arbeitsweise ändern.
Zwischen dem alten Eigentümer und dem neuen Verantwortlichen liegen altersmäßig häufig 15 bis 20 Jahre, oft sogar mehr als 25 Jahre. Der Neue ist zu einer anderen Zeit aufgewachsen und kulturell anders geprägt.

Der Unternehmer und sein Nachfolger stehen vor ganz besonderen,
völlig unterschiedlichen Herausforderungen.

(Autor: Jörg Vonhoff)

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