Nichts bleibt – 3 Veränderungsszenarien (3)

Bisher haben wir nur darüber geschrieben, vorausschauend zu handeln statt den Trends hinterher zu hecheln. Heute kommt die wahre Herausforderung und der ganz große Spaß: Setzen Sie doch selbst den Trend.

Möglichkeiten schaffen: Kreative Veränderung

Wenn wir unsere größeren Veränderungsprojekte seit 1998 ansehen, entdecken wir neben Nachfolgethemen eine weitere recht häufige Ausgangssituation: „Wir wollen unser Unternehmen weiterentwickeln.“ Es geht dabei um die Strategie für die nächsten Jahre. Das Ergebnis ist nicht immer eine innovative Veränderung, aber die Ausgangslage birgt das Potenzial dafür. Meist handelt es sich um solide, gesunde Mittelständler, die den nächsten entscheidenden Schritt mit ihrem Unternehmen gehen wollen. Doch auch kreative Startups sind darunter, bei denen außer der guten Idee und der fachlichen Genialität noch fast alles fehlt.

Mit kreativen Veränderungen ist an dieser Stelle gemeint, selbst neue Bedingungen zu schaffen und so Veränderungsdruck bei anderen auszulösen. Plötzlich muss der Wettbewerb reagieren, wenn er nicht abgehängt werden will. Was für eine angenehme Position für das eigene Unternehmen!

Kreativität entsteht normalerweise nicht im luftleeren Raum. Vielmehr setzt sie vorhandene Elemente, oft aus ganz unterschiedlichen Bereichen, in einer neuen Form zusammen und entwickelt sie dabei weiter. Oder ein Unternehmen überträgt das Vorgehen aus einer ganz anderen Branche in seine eigene Welt.

Kreative Veränderungen bringen Variationen und Innovationen hervor. Es entstehen zum Beispiel neue Produkte und Dienstleistungen, neue Arten der Zusammenarbeit, neue Meetingformen. Kreative Veränderungen bergen zwar das Risiko, dass sie nicht funktionieren, also nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Aber sie bergen auch die Chance, sich positiv abzuheben.

Anregend beschreiben W. Chan Kim und Renée Mauborgne solche kreativen Veränderungen in ihrem Buch „Blue Ocean Strategy“. Dabei ist der blaue Ozean bezogen auf den Wettbewerb das Gegenteil des Haifischbeckens. Einer unserer Kunden hat zum Beispiel die Ideen der jungen Generation aufgegriffen und konsequent umgesetzt. Heute liefert er nicht mehr nur ein spezielles Deko-Objekt, sondern gestaltet erfolgreich ganze Dekorationskonzepte für besondere Räumlichkeiten.

Veränderungsszenarien im Überblick

Die Welt, die Märkte, Wettbewerber und Nachfrager, Mitarbeiter und Kollegen entwickeln und verändern sich. In diesem Geflecht kann ein Unternehmen nur stabil bleiben, wenn es sich ebenfalls entwickelt und verändert. Anpassung ist das Minimum. Veränderungen sind nötig, damit schwerwiegende Probleme gar nicht erst entstehen. Je früher und vorausschauender ein Unternehmen handelt, desto mehr Gestaltungsspielraum hat es. Darüber hinaus sind Veränderungen möglich, die das Unternehmen oder die ganze Branche nach vorne bringen und Wachstum generieren. Erschwert wird das Ganze durch die Stolpersteine, die auf dem Veränderungspfad herumliegen. Einige davon beleuchten wir in den nächsten Artikeln.

 

Lydia Girndt

 

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